Dreh- und lagersysteme
Dreh- und Lagersysteme
Die Dreh- und Lagersysteme unterscheiden sich je nach Leistungsanforderung und Tragfähigkeit:
Nylonbuchsen sind wirtschaftlich und robust und eignen sich für geringe Geschwindigkeiten;
Rollenlagerkäfige reduzieren die Reibung und ermöglichen das Bewegen hoher Lasten;
Kugellager bieten die beste Leichtläufigkeit, Lebensdauer und Zuverlässigkeit, auch bei höheren Geschwindigkeiten.
Selbstschmierende Nylonbuchse
Das einfachste Drehelement ist die Buchse – eine wirtschaftliche und robuste Lösung, die bei Standardgehäusen und Transportgeräten mit geringer Fahrgeschwindigkeit oder gelegentlicher Nutzung eingesetzt wird.
Der Einsatz von Buchsen hängt vom Werkstoff des Rades und des Radkörpers ab: Bei Polyamid, Polypropylen oder Gusseisen sind zusätzliche Laufelemente in der Regel nicht erforderlich, da diese Werkstoffe bereits gute Gleiteigenschaften besitzen.
Nylon ist einer der am besten geeigneten Werkstoffe für Buchsen und bewährt sich insbesondere in Kombination mit Gummirädern und Radkörpern aus Blech.
Buchsen sind üblicherweise wartungsfrei, ausgenommen bei extremen Einsatzbedingungen (z. B. sehr hohe Staubbelastung).
Zudem sind sie korrosionsbeständig.
Rollenlagerkäfig
Der Rollenlagerkäfig wird aufgrund seiner Robustheit und Praxisnähe häufig in Wagengehäusen eingesetzt.
Durch seine kompakte Bauform eignet er sich für beengte Einbausituationen.
Er ist wartungsfrei, da er bei der Montage mit Dauerfett vorgeschmiert wird.
Die Ausführung – auch in Edelstahl erhältlich – besteht aus einem Kunststoff- oder Metallkäfig mit zylindrischen Stahlrollen, die zwischen Achshülse und Radnabe abrollen.
Dieses System erzeugt Wälzreibung statt Gleitreibung, reduziert dadurch die erforderliche Schubkraft und ermöglicht das Bewegen sehr hoher Lasten mit deutlich geringerem Kraftaufwand.
Kugellager
Für Anwendungen, die maximale Rollfähigkeit – auch bei höheren Geschwindigkeiten – und eine hohe Belastbarkeit in unterschiedlichen Umgebungen erfordern, ist das am häufigsten eingesetzte Drehelement das einreihige Kugellager (bzw. Präzisionskugellager).
Die Wälzkörper sind gehärtete Kugeln, die in einem Käfig laufen und zwischen zwei Ringen – Außenring und Innenring – abrollen.
Ein metallischer Schutzdeckel (Typ Z) schützt das Lager vor Staub.
Je nach Anforderung können ein oder zwei Dichtscheiben ergänzt werden (Typ RS bzw. 2RS).
Kugellager sind auch in Edelstahlausführung verfügbar; beide Varianten sind wartungsfrei, da sie bei der Montage lebensdauergeschmiert werden.
Eine weitere Ausführung – das Kegel-Kugellager – wird überwiegend in Standardgehäusen eingesetzt.
Die Wälzkörper laufen in einem Käfig zwischen gehärteten konischen Laufbahnen und sind ebenfalls vorgeschmiert, um einen dauerhaften und leichtgängigen Betrieb sicherzustellen.
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